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Esskultur. Projekt abgeschlossen!


Hintergrund:
Im Zuge unserer Flüchtlingsarbeit erfuhren wir mit dem Projekt 1Sein -indem wir für Geflüchtete ein Taschennähkonzept erarbeitet haben- immer wieder von Geflüchteten, dass sie an sich hier alles unmittelbar notwendige zum Leben haben, wie Unterkunft und Essen. Schwieriger ist es, ein Netzwerk zu Deutschen aufzubauen. Weiterhin hörten wir, dass Geflüchtete Interesse hätten an Projekten teilzunehmen, jedoch lieber etwas anderes machen würden als Taschen zu nähen. In der Folge kamen wir auf die Idee, Geflüchteten die Möglichkeit zu geben Kochkurse über die Speisen und Kochkultur ihrer Heimat zu geben.

Konzept:
In unserem Projekt Esskultur möchten wir Geflüchtete unterstützen, Deutsche in einer offenen und ungezwungenen Atmosphäre kennenzulernen, sich kulturell mit diesen auszutauschen und ein Netzwerk aufzubauen sowie ein wenig Geld zu verdienen. Dazu bringen sie Teilnehmern im Rahmen eines Kochkurses ihre Küche und Kultur näher. An der Kochschule „KochMal“ in Wendhausen kochen zwei bis vier Geflüchtete zusammen mit bis zu sechzehn Teilnehmern ein internationales Mehrgänge-Menü, welches im Anschluss gemeinsam gegessen wird. Dabei wird über Gemeinsamkeiten und Differenzen zwischen der verlassenen Heimat und Deutschland gesprochen, über ihre Flucht und den Alltag hier. Dazu werden mitunter Bilder aus der Heimat der Geflüchteten gezeigt.
Die Teilnahme an einem Kochkurs kostet 59€. Die Hälfte des Geldes deckt die Kosten der Kochschule, wie die verwendeten Lebensmittel, Getränke, Miete, etc. Die andere Hälfte des Geldes kommt den teilnehmenden Flüchtlingen zugute, sowohl direkt als Aufwandsentschädigung als auch indirekt als Spende an die Hilfsprojekte für Flüchtlinge.
Folglich erfahren die Geflüchteten Unterstützung durch den Kontakt mit Deutschen und die finanzielle Aufwandsentschädigung; die Kochschule wird durch wachsende Bekanntschaft und Kundschaft unterstützt und die Teinehmer durch den Kontakt mit Geflüchteten sowie das Kochen-lernen von fremden Speisen. Alles in allem: Ein Projekt, das nicht nur hilft, sondern auch schmeckt.

Aktueller Stand:
Am 31.7 fand der erste Kochkurs statt: Es gab Fatusch (Salat mit Gurken und Tomaten) und Schitauk (speziell gewürzte Hähnchenbrust) mit Bulgur aus Syrien.
Außerdem Schiro mit Tayta aus Milo- und Teff-Mehl aus Eritrea.
Zum Nachtisch frittierten wir Zalabya und versüßten sie mit etwa Puderzucker. Es war ein sehr schöner, anregender Abend mit vielen interessanten und aufschlussreichen Gesprächen.
Zusätzlich erhielten alle Teilnehmer die Rezepte der Speisen, die zubereitet wurden

Ausblick:
Bis in den Oktober hinein sind noch fünf weitere Kochkurse geplant, woraufhin eine Verlängerung des Projekts evaluiert wird. Wir hoffen mit jedem Kochkurs unsere Teilnehmerzahl und unseren Bekanntheitsgrad zu steigern und natürlich hoffen wir auch eines Tages mit dem Projekt über die Region Braunschweig hinausgehen zu können.

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